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Abo-Verwaltung in Excel: Einheiten, Laufzeit und Besuche für Studio oder Verein

Abo- und Besuchsverwaltung in Excel – Vorlage — Zur Vorlage →

Zehnerkarte, Monatsabo, Probemonat: In einem kleinen Studio laufen schnell mehrere Modelle nebeneinander. Die Kundin steht am Empfang und fragt, wie viele Stunden sie noch hat, und Sie blättern in einem Heft. Oder jemand kommt seit Wochen nicht mehr, und niemand bemerkt es, bis das Abo still ausläuft.

Mit einer gut aufgebauten Excel-Tabelle lösen Sie beides. Hier erfahren Sie, wie Sie Abos und Besuche so erfassen, dass Restmenge, Ablauftermin und Verlängerungskandidaten von allein erscheinen.

Drei Listen reichen

Trennen Sie die Daten in drei Bereiche, dann bleibt alles einfach:

  1. Abo-Arten: Name, Anzahl der Einheiten, Laufzeit in Tagen, Preis. Beispiel: „10er-Karte, 10 Einheiten, 120 Tage, 140 €“ und „Monatsabo unbegrenzt, 30 Tage, 59 €“.
  2. Verkäufe: Kunde, Abo-Art, Startdatum.
  3. Besuche: Datum, Kunde.

Der Grundsatz ist derselbe wie bei jeder Buchführung: Sie erfassen Vorgänge und lassen den Rest berechnen. Den Stand „noch 4 Einheiten“ tippen Sie nie von Hand ein.

Ablaufdatum und Restmenge berechnen

Ende des Abos = Start + Laufzeit. Bei der 10er-Karte, gekauft am 3. März, ist das =B2+SVERWEIS(C2;Arten!A:C;3;FALSCH), also der 1. Juli.

Genutzte Einheiten = Besuche des Kunden zwischen Start und Ende:

=ZÄHLENWENNS(Besuche!B:B;A2;Besuche!A:A;">="&D2;Besuche!A:A;"<="&E2)

Rest = Einheiten gesamt – genutzt. Hat die Kundin sechs Besuche, sind noch vier übrig. Bei unbegrenzten Abos berechnen Sie keinen Rest und überwachen nur die Laufzeit.

Status und Erinnerungen

Ein Status macht die Tabelle zum Werkzeug. Beispielhafte Logik:

=WENN(E2<HEUTE();"Abgelaufen";WENN(F2=0;"Aufgebraucht";WENN(E2-HEUTE()<=14;"Läuft bald ab";"Aktiv")))

Hervorgehoben in Orange ist „Läuft bald ab“ Ihre Anrufliste für die Verlängerung. Wer noch Einheiten hat und bald abläuft, braucht oft nur eine kurze Nachricht, bevor das Abo verfällt.

Auch Kunden ohne Besuch sind wertvoll: Mit =HEUTE()-MAX(...) oder dem letzten Besuchsdatum erkennen Sie, wer seit 30 Tagen nicht mehr da war. Ein persönliches „Wir vermissen dich“ wirkt bei Abwanderung besser als jede Rabattaktion.

Pausen und Sonderfälle

Wird ein Abo pausiert (Urlaub, Verletzung), schieben Sie das Ende um die Pausentage nach hinten. Am saubersten geht das über eine Spalte „Zusatztage“, die zum Enddatum addiert wird. So bleibt die Rechnung nachvollziehbar, und Sie müssen kein Datum überschreiben.

Prüfen Sie außerdem beim Eintragen eines Besuchs, ob der Kunde ein gültiges Abo hat. Eine Prüfung über =ZÄHLENWENNS auf aktive Abos verhindert, dass abgelaufene Karten weiter genutzt werden.

Ein Rechenbeispiel zum Umsatz

Im Monat verkauft ein Yogastudio 18 Zehnerkarten zu 140 € und 25 Monatsabos zu 59 €. Umsatz: 18 × 140 + 25 × 59 = 2.520 + 1.475 = 3.995 €. Mit =SUMMEWENN über die Abo-Arten erhalten Sie solche Summen je Monat und sehen, welches Modell trägt.

Häufige Fehler

  • Kunden doppelt anlegen. „Anna Schmidt“ und „A. Schmidt“ sind zwei Datensätze. Vergeben Sie Kundennummern oder wählen Sie Namen per Dropdown.
  • Besuche nachträglich sammeln. Tragen Sie sie am selben Tag ein, nach einer Woche stimmt nichts mehr.
  • Gültigkeit nicht prüfen. Ohne Kontrolle werden Einheiten von abgelaufenen Karten abgebucht oder gar nicht gezählt.
  • Datenschutz ignorieren. Kundendaten sind personenbezogen. Schützen Sie die Datei mit Passwort und sammeln Sie nur, was Sie brauchen.

Fertige Vorlage: Abo- und Besuchsverwaltung

Die Excel-Vorlage „Abo- und Besuchsverwaltung“ (kostenpflichtig) setzt das um:

  • Abo-Arten: Einheiten, Laufzeit, Preis.
  • Kunden: Kontakte, Besuche gesamt und Tage ohne Besuch.
  • Abos: bis zu 1500 Verkäufe mit Ende, genutzten und verbleibenden Einheiten sowie Status.
  • Besuche: bis zu 8000 Einträge mit Prüfung auf ein gültiges Abo.
  • Übersicht: Umsatz, aktive Abos, Besuche nach Gruppen und Monaten.

Besuche im Gültigkeitszeitraum gelten als genutzt. Bei unbegrenzten Abos wird nur die Laufzeit überwacht. Der Status „Läuft bald ab“ ist hervorgehoben und fließt in die Übersicht ein. Enthalten sind eine leere Tabelle und ein ausgefülltes Muster mit fiktiven Daten, es ist eine Excel-Tabelle mit gewöhnlichen Formeln, keine Buchhaltungssoftware.

FAQ

Eignet sich Excel auch für ein Studio mit 300 Mitgliedern?

Ja, solange eine oder wenige Personen die Daten pflegen. Bei Online-Buchung, Zahlungsabwicklung und Zugangskontrolle brauchen Sie eine spezialisierte Software.

Wie behandle ich Probestunden?

Legen Sie eine eigene Abo-Art mit einer Einheit und Preis 0 an. Dann erscheinen auch Probekunden in der Auswertung, und Sie sehen, wie viele danach ein Abo kaufen.

Was passiert, wenn eine Karte vor Ablauf aufgebraucht ist?

Der Status wechselt auf „aufgebraucht“. Das ist der beste Zeitpunkt, ein neues Abo anzubieten.

Wie sichere ich die Daten?

Speichern Sie die Datei regelmäßig in einem zweiten Ort, etwa auf einem geschützten Cloud-Laufwerk. Verwenden Sie ein Passwort und geben Sie Zugriff nur an Personen, die ihn brauchen.

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